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Das Dreigestirn auf der Höhe

Das Dreigestirn auf der Höhe so beschrieb G. Wachter im Jahre 1991 die Orte Külmla, Tausa und Schöndorf.

Auf dem Höhenzug zwischen Drebabach und Plothenbach, der sich von Ziegenrück zum Plothener Teichgebiet zieht, haben die drei Dörfer ihre Standorte gefunden. Sie blicken weit ins Orlaland nach Norden und ebenso ins Wisentaland und das obere Saaletal nach Süden. Das „Dreigestirn“ ist daher auch von vielen Seiten gut auf dem Höhenrücken auszumachen.

Külmla

Külmla ist ein Zeilendorf und liegt auf der Sommerseite eines Höhenzuges der das Drebatal vom Plothental trennt. Külmla geht auf eine alte Sorbische Siedlung zurück, die später von deutsche Siedlern übernommen wurde. Seit dem Mittelalter prägte das Rittergut Külmla den Ort. Heute sind vom ehemaligen Rittergut nur noch zwei Gebäude übrig.

Tausa

Tausa ist ein Straßendorf das genau auf der Wasserscheide zwischen Plothenbach und Drebabach errichtet wurde. Tausa war ursprünglich ebenfalls eine alte sorbische Siedlung. Mit der Übernahme von deutschen Kolonisten wurde auch ein Rittergut errichtet. Das Hauptgebäude des Gutes wurde im 18. Jahrhundert zu einem Schloss ausgebaut, dass allerdings nach dem 2. Weltkrieg abgerissen wurde.

Schöndorf

Schöndorf ist ein Straßenangerdorf und das größte der drei Dörfer. Es hat eine starkte Hanglage hinein in ein Seitental des Plothenbaches. Schöndorf wurde von fränkischen Siedlern gegründet. In Schöndorf befindet sich die Johanniskirche, die 1716/17 neu gebaut wurde. Zur Kirchgemeinde Schöndorf gehörten auch immer die Orte Külmla und Tausa, selbst in der Zeit als die Dörfer zu unterschiedlichen Länder gehörten.

Wappen Gemeinde Schöndorf

Gemeinde Schöndorf

Die Gemeinde Schöndorf existiert seit dem 1. Juli 1979, als die politischen Gemeinden der drei Dörfer zusammengelegt wurden. Seit dem 9. März 1995 gehört die Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück an, die für die Gemeinde die Verwaltungsaufgaben übernommen hat. Politisch gehört die Gemeinde zum Saale-Orla-Kreis im Osten des Bundeslandes Thüringen.

Der Dorf- und Heimatverein 

Der Dorf- und Heimatverein Gemeinde Schöndorf e.V. hat seit seiner Gründung 1999 immer über 60 Mitglieder gehabt. Er ist in den drei Dörfern vor allem für die Kultur verantwortlich. So organisiert er Kirmes- und Faschingstanz sowie den Lampion- und Fackelumzug am 2. Oktober. Sportliche Wettkämpfe wie das Sautrogrennen, Kinderfeste und andere Veranstaltungen stehen ebenfalls regelmäßig auf dem Programm. Eine der wichtigsten Veranstaltungen ist die alljährliche Anfang April stattfindende geführte Wanderung, die je nach Wetter bis zu 80 Mitwanderer anlockt.

Höhepunkte, nicht nur des Vereinslebens, sind mehrtägige Dorffeste die zu verschiedenen Jubiläen von der ganzen Bevölkerung der drei Orte getragen werden und bei denen der Verein der Hauptorganisator ist. Ebenso helfen alle Dorfbewohner beim vom Verein organisierten Frühjahrsputz/Arbeitseinsatz mit. Außerdem unterstützt der Verein die Feuerwehr und die Kirchgemeinde mit Tatkraft und Geld. 

Die Freiwillige Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Schöndorf besteht aus drei Ortsgruppen, rückt aber gemeinsam zu Ernstfällen und Übungen aus. Dabei waren die Ernstfälle bisher von verschiedenster Natur: Sie reichten vom beseitigen von Ölspuren und Sturmschäden über Hochwassereinsätze bis hin zu Löscheinsätzen bei Häuser- und Waldbränden. Daneben wird die Feuerwehr auch zur technischen Hilfe in der Gemeinde aber auch bei Firmen und Privatpersonen gerufen. 

Um diese Aufgaben sicher durchführen zu können, werden von April bis Oktober jeden Monat Übungen durchgeführt. In den Wintermonaten wird dann in regelmäßige Schulungen das theoretische Wissen verbessert.

Die Feuerwehr Schöndorf ist auch sportlich sehr aktiv. So nimmt sie regelmäßig mit einer Frauen- und einer Männermannschaft an Schnelligkeitswettkämpfen im Löschangriff auf Bereichs- aber auch auf Kreisebene teil. Die Schöndorfer Frauen errangen dabei schon vier mal den Titel eines Kreismeisters. 

Kirchgemeinde Schöndorf

Die Kirchgemeinde Schöndorf ist seit jeher das bindende Glied der drei Dörfer. Sie existiert bereits seit dem Mittelalter und ist schon immer für die drei Orte verantwortlich gewesen. Heute kümmert sich die Kirchgemeinde um alle Belange die die Kirch betreffen. Man hilft aber auch bei weltlichen Angelegenheiten, so zum Beispiel bei Dorffesten.

Zur Kirchgemeinde gehören auch ein Posaunenchor und ein Frauenchor, die regelmäßig zu kirchlichen aber auch außerkirchlichen Veranstaltungen auftreten. 

Die Kirchgemeinde arbeitet eng mit den Kirchgemeinden der  umliegenden Orte zusammen und es besteht eine aktive Partnerschaft mit der  Kirchgemeinde Heimsheim in Baden-Würtemberg.